Gewerkschaften machen Geschichte
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Die Gewerkschaften GBI, SMUV, VHTL und unia, welche im Oktober 2004 zur neuen Gewerkschaft Unia fusioniert haben, verfügten über Zentralarchive, welche bis in die 1830er Jahre zurückreichen. Nach Abwägung verschiedener Möglichkeiten wurde 2004 beschlossen, diese Zentralarchive zusammenzuführen und dem Schweizerischen Sozialarchiv in Zürich als Dauerleihgabe zu übergeben.
Die Übernahme der umfangreichen Archive der Gewerkschaften GBI, SMUV, VHTL und unia ist ein Meilenstein in der Sammeltätigkeit des Sozialarchivs. Die Akten der Unia-Vorgängergewerkschaften gehören zu den wichtigsten Quellenbeständen zur Schweizer Sozialgeschichte. Sie enthalten reichhaltiges, von der historischen und sozialwissenschaftlichen Forschung bisher nur bruchstückhaft ausgewertetes Material. Das Archiv umfasst über 1000 Meter Akten auf Papier, Handschriften, Protokolle, Jahres- und Kongressberichte, Zeitungen, Broschüren und Kleinschriften, Flugblätter und Plakate sowie Fotografien, Film und Tondokumente.
Die Gewerkschaft Unia hat den Wert ihrer historischen Archive frühzeitig erkannt und die professionelle Aufbereitung finanziell unterstützt. Die nun unter einem Dach vereinten Unia-Archive sind im Schweizerischen Sozialarchiv allen Interessierten frei zugänglich.

